Ausflug ins Schülerlabor „Quantensprung“

Am Dienstag, den 17.04.2018 haben wir, die Klasse 10B, durch den Besuch im Schülerlabor „Quantensprung“ in Geesthacht einen Einblick in die Wasseranalytik bekommen, denn Wasser ist nicht gleich Wasser und enthält verschiedene Inhaltsstoffe. Nachdem wir im Schülerlabor eingetroffen waren, erklärte unsere Leiterin Frau Ümmü G. Öztürk erstmal die Sicherheitsvorschriften und gab eine Einführung in das Thema.

Zuerst haben zwei Mitschüler einen Geschmackstest durchgeführt, bei dem sie den Geschmack von Volvic, Gerolsteiner und normalem Leitungswasser blind beschreiben mussten.

Danach haben wir mit einer Ethansäure den Calciumgehalt der genannten Wassersorten und zusätzlich von Elbwasser nachgewiesen. Wusstet ihr, dass Gerolsteiner am meisten Calcium-Ionen enthält? Wir haben es nachgewiesen, indem wir zu den verschiedenen Proben die Ethansäure und eine gesättigte Ammoniumoxalat-Lösung hinzugegeben haben. Das Gerolsteiner hatte sofort einen deutlichen weißen Niederschlag bekommen und so wussten wir gleich, dass es am meisten Calcium enthält. Volvic hingegen weist nur ein geringe Calcium- Ionen Konzentration auf.

Außerdem haben wir überprüft, welche Wasserprobe die meisten Eisen- Ionen enthält. Diese kann man nachweisen, indem man Kaliumthiocyanat-Lösung hinzugibt und sich eine blutrote Färbung zeigt.

Unser weiteres Experiment war die Herstellung eines Farbpigmentes. Um eine Farbe herzustellen, mussten wir nur destilliertes Wasser in eine Schale geben, auf die linke Seite eine Spatelspitze mit Eisen(III)-nitrat und auf die andere Seite eine Spatelspitze mit Kaliumhexacyanoferrat-(II) geben und warten. Nach kurzer Zeit konnte man erkennen, wie sich das Wasser langsam blau färbte. Unsere Leiterin hat uns dann erzählt, dass dieses Blau auch Berliner Blau genannt wird, da es in Berlin entdeckt wurde. Zusätzlich haben wir erfahren, dass das Berliner Blau als Farbstoff, als Antidot gegen Vergiftungen und als Wäscheblau benutzt wird.

Am Ende war unsere Geschicklichkeit bei der Titration gefragt. Mit dieser Methode haben wir bestimmt, wie viel Milligramm Calcium-Ionen sich in einem Liter Wasserprobe befinden. Dabei haben wir gemerkt, wie genau ein Laborant arbeiten muss, um zu richtigen Ergebnissen zu kommen.

Im Großen und Ganzen war es ein gelungener und aufregender Tag und ich denke, dass wir viel dazugelernt haben.

Aimee Gierke, 10b