Das Berufsorientierungskonzept der Realschule Bleckede ist darauf ausgerichtet Schülerinnen und Schüler auf eine begründete Berufswahlentscheidung vorzubereiten und sie langfristig zur Aufnahme einer Berufstätigkeit zu befähigen. Hierfür werden folgende Abschnitte durchlaufen, die im weiteren Verlauf erklärt werden:

Kompetenzfeststellungsverfahren

Zur Unterstützung der Schülerinnen und Schüler für eine zielgerichtete individuelle Entwicklung und Berufsorientierung findet ein zweitägiges Kompetenzfeststellungsverfahren statt:

· Es dient der Ermittlung der persönlichen Stärken und Entwicklungspotenziale von Jugendlichen und erfolgt in der Regel im 2. Schulhalbjahr des 8.   Schuljahrgangs.

· Es ermöglicht eine individuelle Schwerpunktbildung in einem der ab Klasse 9 zur Auswahl stehenden vier Profilfächer: Französisch, Wirtschaft, Technik, Gesundheit und Soziales.

Profilunterricht

Mit Beginn des 9. Jahrgangs nehmen die Schülerinnen und Schüler verpflichtend am Profilunterricht teil. Das für den 9. Jahrgang gewählte Profilfach wird bis zum Ende der 10. Klasse beibehalten. Ein Wechsel des Profilfachs ist nicht möglich!

Berufsorientierende Maßnahmen

Die berufsorientierenden Inhalte werden insbesondere in Zusammenarbeit mit Betrieben, berufsbildenden Schulen, der Berufsberatung der Arbeitsagenturen, Kammern und Wirtschaftsverbänden vermittelt. Die nachfolgenden Maßnahmen dienen einschließlich ihrer Vor- und Nachbereitung der Sicherung der Ausbildungsfähigkeit und der Stärkung der Berufswahlkompetenz der Schülerinnen und Schülern:

· Schülerbetriebspraktika

· Betriebserkundungen

· Fachpraxis- und Fachtheorieunterricht

· praxisorientierte Lernphasen innerhalb des Fachunterrichts

Praxistage

Praxistage (im regionalen Wirtschaftsraum) finden in Betrieben, berufsbildenden Schulen, Lernwerkstätten oder in der Schule statt. Sie werden in der Regel an einem Tag der Woche durchgeführt und können auch geblockt werden. Zu den Praxistagen gehören u.a.:

· Schülerbetriebspraktika

· Erkundungen

· Unterricht in Kooperation mit berufsbildenden Schulen

· Expertenbefragungen

· Bewerbungstrainings

· berufspraktische Projekte

· praxisorientierte Lernphasen innerhalb des Fachunterrichts

· Angebote der Berufsberatung der Arbeitsagenturen

· Berufsfindungsmessen, Ausbildungsplatzbörsen

Die Schule plant mit den jeweiligen Kooperationspartnern die Organisation der Praxistage. Sie berücksichtigt dabei, dass die Schülerinnen und Schüler den außerschulischen Lernort in zumutbarer Entfernung von ihrem Wohnsitz oder von der Schule aus erreichen können. Zum Teil sind die Praxistage Bestandteil des (verpflichtenden) ganztagsspezifischen Angebots der Schule.

Schülerbetriebspraktikum in Klasse 9 und 10

Im 9. und 10. Schuljahrgang muss von den Schülerinnen und Schüler ein jeweils 14-tägiges Schülerbetriebspraktikum in einem Betrieb oder in einer anderen geeigneten Einrichtung abgeleistet werden.

Die Schülerinnen und Schüler sind aufgefordert sich selbst um einen Praktikumsplatz zu bemühen. Auf Beschluss der Fachkonferenz Wirtschaft sollen Schülerbetriebspraktika nur in Berufen durchgeführt werden, die Ausbildungsberufe sind und ohne weitere Schulabschlüsse erreichbar sind. Das Praktikum sollte in solchen Betrieben abgeleistet werden, die Ausbildungsbetriebe sind. Dazu zählt bei schulischer Berufsausbildung auch die entsprechende Berufsfachschule, in Kombination mit einem ausreichenden Praktikumsanteil im entsprechenden Betrieb. Die endgültige Entscheidung über die Auswahl der Praktikumsstellen trifft die Schule.

Praktikumsbetriebe werden so gewählt, dass sie für die Schülerinnen und Schüler vom Wohnsitz oder von der Schule aus zumutbar erreichbar sind und eine schulische Betreuung sichergestellt werden kann. Über den Besuch weiter entfernt liegender Praktikumsbetriebe entscheidet die Schule. Die hierbei entstehenden Kosten für die Schülerbeförderung tragen die Erziehungsberechtigten.

Bewerbungstraining

Damit die Schülerinnen und Schüler wissen, wo die eigenen Stärken und Schwächen liegen, wie man sich selbst präsentiert und welche Informationen der Gesprächspartner in einem Bewerbungsgespräch erwartet, bietet die RS Bleckede ein Bewerbungstraining an. Es geht hier um eine gute inhaltliche Vorbereitung auf den Bewerbungsprozess. Ein handlungsorientiertes Training zur Realisierung von Ausbildungswünschen begleitet die Schülerinnen und Schüler im beruflichen Bewerbungsprozess. Unterstützt wird dieses Training durch engagierte Personal- und Ausbildungsverantwortliche des regionalen Wirtschaftsraumes. Dazu gehören:

· das Erarbeiten geeigneter Such- und Kontaktstrategien,

· Telefontraining, Testtraining,

· AC Training,

· das Trainieren von adäquatem Auftreten und überzeugender Selbstdarstellung im Vorstellungsgespräch

· und zu guter Letzt ein erfolgreiches Bewerbungsmanagement.