Klassenfahrt der 10a auf dem Ijsselmeer

Schon in der 9. Klasse war schnell klar, dass wir unsere Abschlussfahrt mit einem Segelboot auf der niederländischen Nordsee verbringen wollten. Am 07. August ging es dann endlich los. Frau Frercks, Herr Schäfer (als große Stütze für unsere Klassenlehrerin) und wir, 26 Schüler/innen, versammelten uns um halb sieben auf dem Parkplatz unserer Schule. Leider verzögerte sich die Abfahrt aber um einige Minuten, da unsere neue Mitschülerin Charlotte verschlafen hatte. Nach ein paar Anrufen wurde sie endlich wach und machte sich auf dem schnellsten Weg zum Bus.

Als wir nach 5 ½ Stunden endlich am Hafen in Harlingen ankamen, bezogen wir zunächst einmal die sehr engen Kajüten. Kurz darauf folgte dann die Einweisung an Bord durch den Skipper. Anschließend erledigte noch eine Gruppe den ersten Großeinkauf. Nachdem wir mit allem fertig waren, legten wir ab und segelten Richtung Terschelling.

Nach dem erfolgreichen Auslaufen aus dem Hafen, teilte uns der Bootsmann Detlef in drei Gruppen ein. Die erste Gruppe war für die Fock und das Netz am Bug des Schiffes zuständig, die zweite Gruppe für das Großsegel und die dritte Gruppe für das letzte, hintere Segel. Während des Segelns durften wir uns in das Netz, welches am Klüverbaum über dem Wasser hing, legen. Das war ein großes Highlight.

Es folgten vier Tage auf offener See. Wir sahen Seehunde, kämpften mit den Segeln, lagen in der Sonne und wurden einmal durch einen Wolkenbruch richtig nass. Einmal stockte uns der Atem, als sich Frau Frercks an einer Tür festhielt, die zuklappte. Da das Schiff recht schräg lag, fiel sie hin. Die Holztür bekam eine Delle und Frau Frercks einen überdimensionalen blauen Fleck.

Am späten Nachmittag kamen wir meist in den Zielhäfen auf einer der Inseln an. Dort durften wir uns frei in der Stadt bewegen, shoppen gehen oder auf den geliehenen Fahrrädern die Insel erkunden. Das war teilweise ziemlich gefährlich. Ferdinand hätte fast einen älteren Mann umgefahren. Dieser konnte nur noch durch einen gezielten Sprung sein Leben retten. Eine Gruppe kaufte immer ein und kochte, z.B. Nudeln oder Reis mit recht intensiven Röstaromen. Die anderen verbrachten den Abend mit Spielen wie Risiko, UNO oder Skip Bo ausklingen lassen.

Am Donnerstag entschieden wir uns, dass wir uns trockenfallen lassen wollen. Das heißt, man segelt in Richtung Ufer. Dann läuft das Boot irgendwann auf Grund, aber es ist noch immer Wasser um einen herum. Durch Ebbe und Flut, läuft das Wasser dann auf und ab. Solange noch Wasser da war, sind wir „baden“ gegangen. Das Wasser ging uns aber nur noch bis zu den Knien. Als Lukas aus dem Wasser kam, bat er Thomas, sein Handtuch zu holen. Dies versenkte Thomas leider in der Nordsee, da er es bei starkem Wind Lukas entgegenwarf. Irgendwann war das Wasser dann komplett abgelaufen, wir sind von Bord geklettert und durchs Watt gelaufen. Dabei haben wir interessante Muscheln, Krebse usw. gefunden. Leider stellten wir fest, dass sich durch das Aufsetzen auf dem Grund das Boot verzogen hatte und einige Türen nicht mehr zu öffnen waren. Aber Niklas und Herr Schäfer haben mit vereinten Kräften das Problem lösen können. Nachts mussten wir dann den Anker bewachen, damit er sich nicht löst und wir nicht aufs offene Meer treiben. Die, die Lust hatten, haben dann im Stundentakt Wache gehalten.  Einige waren sogar die ganze Nacht wach.

Am Freitag segelten wir sehr müde zum Hafen nach Harlingen zurück, um mit dem Bus wieder Richtung Bleckede zu fahren.

Ein Segeltörn ist für alle nachfolgenden Klassen sehr zu empfehlen, es hat Spaß gemacht und ist toll für die Klassengemeinschaft!

Thomas Bogumiel, Laura Reppenhagen, Lukas Ulrich