„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ Aktivitäten 2018

Am 15.01.2018 wurden die Realschule und die Jörg-Immendorff-Schule als Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage ausgezeichnet. Neben der Landeskoordination, Herr Dr. Kaufmann, sprachen die Paten, der Landrat Herr Nahrstedt und der Jugendpfleger Herr Peyko Grußworte. Außerdem war Herr Rickels vom Präventionsprojekt „First Togetherness“ eingeladen, der an dem Tag mit den 9. + 10. Klassen zur Gewaltprävention arbeitete.

Im 2. Schulhalbjahr 17/18 konnten die Schüler*innen der 7.-10. Klassen der Jörg-Immendorff-Schule eine 14-tägige AG „SoR-SmC“ wählen, für die sie vom Regelunterricht befreit wurden. Mit den 31 Schüler*innen wurde zu den Themen Rassismus, Diskriminierung, Zugehörigkeiten und Vielfalt gearbeitet. Um an der Schule sichtbar zu werden und Aufmerksamkeit für die Themen zu gewinnen, haben sich die Schüler*innen Statements ausgedacht, die im Schulzentrum verteilt aufgehängt wurden. Die Statements wurden auf Plakate gebracht, mit denen die Schüler*innen fotografiert wurden und die Fotos wurden laminiert.

Im WPK Kunst der 9. + 10. Klassen wurde die Auszeichnung zum Anlass genommen, um Plakate zum Thema Vielfalt zu erstellen, die gerahmt im Schulgebäude ältere Kunstwerke ersetzt haben.

Des Weiteren wurden fest im Schulplan verankerte, externe Projekte durchgeführt:

Im Februar fand in den 8. Klassen das Courage-Projekt von der DGB Jugend Niedersachsen/Bremen statt. An 3 Tagen ging es um Respekt und Solidarität gegen Rassismus und Diskriminierung.

In der Schulkinowoche schauten die 8. und 9. Klassen den Film „Simpel“ und setzten sich im Rahmen dessen mit der Situation behinderter Menschen auseinander.

Im März gab es für die 9. Klassen einen Workshop vom Schlau e.V. zum Thema Geschlechtervielfalt, um Vorurteile abzubauen und vor Diskriminierung zu schützen.

Im April setzten sich die 9. Klassen in einem Projekttag mit Sebastian Ramnitz vom Landesdemokratiezentrum „Demokratie leben“ mit Rechtsextremismus auseinander.

Im 1. Schulhalbjahr 18/19 konnte von der Real- und Hauptschule gemeinsam eine AG „SoR – SmC“ angeboten werden.

Für die Schüler*innen unterscheidet sich dieses Angebot zu der vorherigen AG darin, dass sie am Nachmittag stattfindet und in der Jörg-Immendorff-Schule keinen Regelunterricht ersetzt. So haben sich 11 Schüler*innen gefunden, mit denen wieder bzw. weiter an den Themen Rassismus, Diskriminierung, Zugehörigkeiten, Vielfalt und Flucht gearbeitet wurde und wird.

Im September wurde der #wirsindmehr aufgegriffen und in der Dienstbesprechung die Idee der Fensterdemo allen Lehrer*innen vorgestellt. Daraufhin gestalteten fast in allen Klassen Schüler*innen Plakate mit dem #wirsindmehr, die in die Fenster der Klassenräume gehängt wurden. Fotos dieser Aktion wurden außerdem auf die Homepage gestellt.

Zur Erweiterung der Aufmerksamkeit für die Themen von SoR – SmC wurde die Gestaltung eines Schaukastens im Schulgebäude begonnen.

Außerdem hat eine Schülerin an dem Schreibwettbewerb für die neue Ausgabe der Schüler*innenzeitung q.rage teilgenommen.

Fest im Schulplan verankerte Projekte wurden bis zum Ende des Jahres folgende durchgeführt:

Im Rahmen der Gesundheits- und Bewegungswoche „Ich bin okay, so wie ich bin!“ wurde in den 7. Klassen ein Workshop vom Schlau e.V. zum Thema Geschlechtervielfalt durchgeführt, um Vorurteile abzubauen und vor Diskriminierung zu schützen.

Im Dezember hat der Pate und Jugendpfleger Herr Peyko mit den 9. Klassen je einen Projekttag zum Thema „Pro Toleranz“ durchgeführt.

In einem Workshop mit unterschiedlichen Techniken, wie Moderation, Einzel- und

Gruppenarbeit, wird sich mit dem Thema politisch motivierende Gewalt beschäftigt und

intensiv dazu gearbeitet. Dabei werden die Begriffe „Toleranz“, „Respekt“, „Demokratie“

und „Zivilcourage“ bearbeitet. In der Gruppendiskussion werden verschiedene Aspekte der Demokratie vor Ort aufgezeigt. Außerdem werden Auszüge aus dem Grundgesetz, wie z. B. der Paragraph der Religionsfreiheit vorgestellt und mit den Schüler*innen gemeinsam diskutiert.

Neben der Arbeit mit den Schüler*innen haben die beiden Verantwortlichen für die AG im Oktober an der Bundesfachtagung 2018 Neuer Deutscher Extremismus teilgenommen.

Weiterhin hat die Schulleitung der Jörg-Immendorff-Schule eine „Rote Kiste“ eingeführt, in der rassistische und rechtsextreme Vorfälle gesammelt werden, um regelmäßig ein Bild über die Situation Vorort zu bekommen und um auf die Vorfälle reagieren zu können.