Wahrheit, Pflicht und Skifahren

Sabine, „die blöde Hippe“, gab alles, um den Siebtklässlern die diesjährige Skifreizeit zu verderben. Aber es gelang ihr nicht. In einem munteren Dialog ließen Lara Junker und Marlon Kruse (beide 7b) beim Info-Abend für die Eltern der Grundschulkinder am 11. März ihre Woche im stürmischen Jungholz Revue passieren. Gut, anfänglich hatte Marlon, der selbsternannte „Gott auf Skiern“, Sabine noch mit einer attraktiven, jungen Dame verwechselt. Dass es sich dabei um ein ausgewachsenes Sturmtief handelte, das Deutschland einige Tage in Atem hielt, musste Lara ihm erst erklären. Und obwohl die zwei siebten Klassen in diesem Jahr nicht so oft wie sonst auf die Pisten konnten, weil diese gesperrt waren, wurde ihnen die Zeit nicht lang. Das lag unter anderem an der allabendlichen Fragestellung „Wahrheit oder Plicht“, über deren Antworten und Verlauf der Mantel des Schweigens gebettet wird.

Am zweiten Tag konnten die Schüler*innen direkt hinter ihrer Unterkunft ein erstes Gefühl für Skier im Schnee bekommen, am dritten Tag ging es nach Unterjoch und am Donnerstag konnten unter strahlend blauem Himmel endlich die Pisten von Jungholz hinuntergewedelt werden. „Wir hatten coole Skilehrer“, sind sich die Siebtklässler einig. „Das Essen war auch gut“, bestätigt Marlon, dem besonders die Schnitzel – drei, um genau zu sein – bestens gemundet haben. „Und wir haben uns stets vorbildlich benommen“, so lautet das fachkundige Urteil der jungen Wintersportler*innen. Und wer da Anderes – zum Beispiel von akutem Lärm auf den Zimmern ̶ gehört hat, dem sei gesagt: „Vielleicht haben unsere Lehrer da etwas überreagiert“.

So war die diesjährige Skifreizeit vom 9. Bis 15. Februar zwar eine besonders stürmische, aber ebenso erfolgreiche, denn neben dem Skifahren lernen alle Teilnehmer*innen jedes Mal eine Menge über sich, andere und das gemeinsame Miteinander.

(von Silke Elsermann)